„Picknick im Felde“ von Fernando Arrabal

Ein ebenso komisches wie verstörendes Theaterstück über Krieg, Gewalt und die Sehnsucht nach Normalität.


Im Mittelpunkt steht der junge Soldat Zapo, der mitten im Krieg plötzlich Besuch von seinen Eltern bekommt – mit Picknickkorb, Sonnenschirm und guter Laune. Während um sie herum geschossen wird, versuchen die Figuren, einen ganz gewöhnlichen Familiennachmittag zu verbringen. Das wirkt absurd!

Mit einer ordentlichen Portion schwarzem Humor zeigt Arrabals Stück wie sinnlos und verrückt Krieg eigentlich ist. Heute wirkt das Stück erstaunlich aktuell: Kriege, politische Spannungen und die Frage, wie Menschen mit Angst und Unsicherheit umgehen, betreffen uns weiterhin. „Picknick im Felde“ erinnert daran, wie schnell Gewalt alltäglich werden kann – und wie wichtig Menschlichkeit bleibt. Das Stück macht Spaß, weil es gleichzeitig lustig, schräg und tiefgründig ist. Man lacht über die absurden Situationen – und merkt plötzlich, dass einem das Lachen im Hals stecken bleibt. Genau diese Mischung macht diesen Theaterabende spannend und überraschend.


Mit:

Arash Beigi Khusani, Carsten Dworak, Alena Oellerich, Jan Katzenberger,

Inszenierung: Susanne Schwarz